Drei bewegte Tage mit der Benjamin-Franklin-Oberschule aus Berlin-Reinickendorf

30 SchülerInnen der Benjamin-Franklin-Oberschule haben sich vom 7. – 9. Juli auf den Weg nach DRÜBEN, auf die Fischerinsel gemacht. Nur einer gab an – oder zu –, Verwandte aus dem Osten zu haben. Von daher war das neue Element einer szenischen Lesung, eines so genannten „Ost-West-Dialogs“, eine willkommene Einführung in die Thematik, durch die die SchülerInnen erfahren konnten, was seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges so Weltbewegendes passiert ist.

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Die ZeitzeugInnen Gisela Quasdorf, Eva-Marie Niemann, Siegmar Faust, Bodo Quart, Wolfgang Fritz und Holger Zeidler ließen sich trotz unterschiedlicher, politisch motivierter Lebenswege gegenseitig zu Wort kommen und tauschten später sogar Adressen aus, um die eine oder andere Geschichte fortzusetzen.

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An einem zweiten Tag gingen die Jugendlichen in zwei Gruppen auf eine große Schatzsuche, die von Schülern der Max-Taut-Schule in Lichtenberg, gemeinsam mit der Projektleiterin Anette von Zitzewitz und dem Klassenlehrer Jens Wollenberg, entwickelt worden ist. Um nicht zu viel über den Verlauf der Route zu verraten, soll ein Beweisfoto dieser kleinen Weltreise genügen.

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Der dritte Tag brachte wieder eine kleine Innovation: Neben einem Theater-Workshop von Arash Sarhaddi und einem Audio-Workshop von Jana Debrodt gab es diesmal auch einen Kunst-Workshop von Matthias Warncke, in dem Bücher zum Thema „Berliner Mauer“ gestaltet und gebunden werden konnten. Ein Schüler, der während der Schatzsuche beinahe den Geist aufgegeben hatte, fühlte sich in der Auseinandersetzung mit diesem greif- und gestaltbaren Medium ganz in seinem Element und bekannte sich in der Auswertungsrunde dazu, dass es ihm „hier sehr gut gefallen“ hätte. Die Freude war groß, als die SchülerInnen erfuhren, dass sie ihre Bücher gleich mit nach Hause nehmen konnten. Eine Videoaufzeichnung der Gänsehaut verursachenden Theaterpräsentation zum Thema “Freiheit” und eine Tonaufnahme der herzschrittmachenden Poetry Slam Session zum Kalten Krieg erreicht sie dann nach den Sommerferien.

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